Die Idee kam vom Unterstützerkreis. Und sie wurde von unseren neuen Mitbürgern mit Begeisterung aufgenommen. Sofort hatten sie Pläne: ukrainische Musik und etwas Kulinarisches aus ihrer Heimat wollten sie den Nordhessen präsentieren. Ein wunderschönes gefühlvolles Weihnachtslied wurde einstudiert und Zutaten für ukrainische Spezialitäten besorgt.

Schon Tage vor dem Weihnachtsmarkt wurden unsere Ukrainer aktiv. So entstanden in Heimatarbeit 1000 selbstgemachte Vareniki - das sind gefüllte Teigtaschen -, die sie mit viel Fleiß und Liebe hergestellt haben. Die vorbereiteten Speisen wurden erst einmal eingefroren, um für den Weihnachtsmarkt gut gewappnet zu sein. Neben Kuchen und Broten darf in Nieste auch Hochprozentiges nicht fehlen! Selbstangesetzter Wildbeerenschnaps wartete auf die Niester Weihnachtsmarktbesucher.

Der CDU-Gemeindeverband Nieste stellte gerne eine Hütte zur Verfügung und half tatkräftig beim Aufbau. Nachdem eine kleine Herausforderung bei der Elektroinstallation gemeinsam gemeistert wurde, sorgten Lichterketten, Leuchtsterne und Weihnachtsschmuck für ein stimmungsvolles weihnachtliches Ambiente und der Weihnachtsmarkt konnte pünktlich beginnen.

Unsere Ukrainer boten ihre Köstlichkeiten als Zeichen ihrer Dankbarkeit für die herzliche Aufnahme und Betreuung in der Gemeinde kostenlos an. Die Niester Bürger haben das Angebot gerne angenommen und dankbar die aufgestellten Spendengefäße reichlich gefüllt. Die Spenden werden auf Wunsch der ukrainischen Mitbürger an Niester Einrichtungen weitergegeben.

Auch musikalisch bereicherten die Ukrainer den Weihnachtsmarkt. Nach der Blockflötengruppe der Grundschule und dem gemeinschaftlichen Gesang von Weihnachtsliedern mit dem Chor „Ton in Ton“ trat auch der ukrainische Chor auf. Mit seinem Liedvortrag begeisterte der Chor das Publikum und erntete viel Applaus. Es war ein Genuß für die Ohren! Ebenso die angebotenen Speisen waren ein Genuß, so dass die reichlich vorhandenen Vorräte noch vor Beendigung des Weihnachtsmarktes erschöpft waren. So konnten sich die Ukrainer nach Schließung ihres Standes noch unter das Publikum mischen und den Rest des Abends gemeinschaftlich mit den Niester Bürgern verbringen.

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